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Gleitzeitrechner

Berechnen Sie Ihr wöchentliches Gleitzeit-Saldo: Tragen Sie Ihre Arbeitszeiten für Montag bis Freitag ein und sehen Sie sofort, ob Sie Plus- oder Minusstunden haben.

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Hinweis: Dieses Tool ersetzt keine Rechtsberatung.

Gleitzeit auf einen Blick

Flexibel
Arbeitsbeginn und -ende frei wählbar
innerhalb der Gleitzeitspanne
Kernzeit
Pflichtanwesenheit, z.B. 10:00–15:00
wird vom Arbeitgeber festgelegt
±Saldo
Plus- oder Minusstunden auf dem Konto
Ausgleich im vereinbarten Zeitraum

Was ist Gleitzeit?

Gleitzeit (auch gleitende Arbeitszeit) ist ein flexibles Arbeitszeitmodell, bei dem Arbeitnehmer innerhalb eines festgelegten Rahmens selbst bestimmen können, wann sie mit der Arbeit beginnen und aufhören. Die vereinbarte Soll-Arbeitszeit (z.B. 40 Stunden pro Woche) muss dabei insgesamt eingehalten werden.

Das Modell basiert auf Vertrauensarbeitszeit mit Zeiterfassung: Der Arbeitnehmer trägt die Zeiten selbst ein oder stempelt digital — und das Gleitzeitkonto zeigt an, ob Plus- oder Minusstunden entstanden sind.

Kernzeit vs. Gleitzeit — der Unterschied

Die meisten Gleitzeitmodelle kombinieren zwei Zeitfenster:

  • Kernzeit (Pflichtanwesenheit): z.B. 10:00–15:00 Uhr. In dieser Zeit müssen alle Mitarbeiter anwesend sein — für Meetings, Erreichbarkeit und Teamarbeit.
  • Gleitzeit (flexible Spanne): z.B. 06:00–10:00 und 15:00–20:00 Uhr. In diesen Bereichen kann der Arbeitnehmer frei entscheiden, wann er arbeitet.

Manche Unternehmen arbeiten mit Vertrauensgleitzeit ohne Kernzeit — hier gibt es keine Pflichtanwesenheit, nur die Wochenstunden zählen.

Gleitzeitkonto: Aufbau und Abbau

Ein Gleitzeitkonto funktioniert wie ein Zeitkonto:

  • Plus-Stunden: Wer mehr arbeitet als vereinbart, baut ein Guthaben auf. Diese können durch kürzere Tage oder freie Tage abgebaut werden.
  • Minus-Stunden: Wer weniger arbeitet, geht ins Minus. Diese müssen durch Mehrarbeit an anderen Tagen ausgeglichen werden.

Die Betriebsvereinbarung regelt typischerweise die Obergrenze (z.B. ±20 Stunden) und den Ausgleichszeitraum (z.B. quartalsweise). Wichtig: Das Arbeitszeitgesetz (§3 ArbZG) begrenzt die tägliche Arbeitszeit auf maximal 10 Stunden — auch bei Gleitzeit.

Nächste Schritte

Berechnen Sie Ihre Arbeitszeit im Detail mit dem Arbeitszeitrechner, ermitteln Sie den Wert angeordneter Mehrarbeit mit dem Überstundenrechner oder vergleichen Sie Zeiterfassungs-Software mit automatischem Gleitzeitkonto.

Gleitzeitkonto automatisch führen

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Häufige Fragen

Was ist ein Gleitzeitkonto?
Ein Gleitzeitkonto erfasst die Differenz zwischen tatsächlich geleisteter Arbeitszeit (Ist) und der vereinbarten Soll-Arbeitszeit. Plus-Stunden entstehen bei Mehrarbeit, Minus-Stunden bei weniger Arbeit als vereinbart. Das Konto wird laufend fortgeschrieben und ermöglicht flexible Arbeitszeiteinteilung.
Wie viele Plus-Stunden darf man ansammeln?
Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt keine direkte Obergrenze für Gleitzeit-Stunden. Entscheidend sind die Betriebsvereinbarung oder der Arbeitsvertrag — üblich sind Obergrenzen von 20 bis 40 Plus-Stunden. Wichtig: Die tägliche Höchstarbeitszeit von 10 Stunden (§3 ArbZG) und die 6-Monats-Ausgleichsregel müssen eingehalten werden.
Verfallen Gleitzeit-Stunden?
Gleitzeit-Stunden verfallen nicht automatisch. In der Praxis regeln Betriebsvereinbarungen oft einen Übertragungszeitraum (z.B. quartalsweise) und eine Kappungsgrenze. Erarbeitete Plus-Stunden sind grundsätzlich zu vergüten (vgl. §611a Abs. 2 BGB); ob und wann Guthaben verfallen, richtet sich nach Arbeits- oder Betriebsvereinbarung.
Was ist der Unterschied zwischen Gleitzeit und Überstunden?
Bei Gleitzeit entscheidet der Arbeitnehmer selbst, wann er mehr oder weniger arbeitet — innerhalb eines vereinbarten Rahmens. Überstunden werden dagegen vom Arbeitgeber angeordnet oder geduldet und unterliegen strengeren Regelungen (z.B. Zuschläge nach Tarifvertrag). Gleitzeit-Plus-Stunden sind in der Regel nicht zuschlagspflichtig.

Stand: März 2026. Quelle: Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

ZA

Von der zeiterfassung-aktuell Redaktion

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